Haarglättung

Chemische Haarglättung – keine Chance für Locken

Deine Haare tanzen auf deinem Kopf ständig wie auf einer Party und du wünschst dir glänzendes glattes Haar, das schön in Form bleibt? Chemische Haarglättung kann deine Lösung sein. In diesem Beitrag möchte ich Euch zeigen wie widerspenstige Locken und krauses Haar durch eine chemische Haarglättung in Form gebracht werden können.

Waschen, Cremen und Kämmen

Der erste Arbeitsschritt besteht einmal mehr in der Haarwäsche. Restliche Pflege- und Stylingprodukte werden dabei schonend aus dem Haar entfernt. Hierzu verwenden wir beim Friseur H2O2 das Kis Volumen Shampoo mit einer Tiefenreinigung. Nach dem Waschen kämme ich das gesamte Haar streng nach hinten und teile den Kopf in die A und B Achse ein. Im Nacken beginnend trage ich nun die aktivierende Creme auf und teile das Haar dazu in circa 1 cm dicke Passees ab. Nach dem auftragen der Creme kämme ich das Haar stramm zurück um das Haar glattzuziehen. Nach circa 5 Minuten Einwirkzeit nehme ich mir eine Haarsträhne und lockere sie leicht auf. Ich überprüfe, ob das Haar noch in eine Locke oder Welle fällt. Ist dies noch der Fall lasse ich die Creme weitere 2 Minuten einwirken. Zu beachten ist dabei jedoch, daß die Creme keinesfalls länger als 10 Minuten einwirken darf, um das Haar nicht zu schädigen. Nach den 2 Minuten überprüfe ich nun erneut die Form des Haares. Das Haar zeigt nun keinerlei Wellen und Locken mehr und so geht es zum Ausspülen schnell hinüber zum Waschbecken.

Ausspülen und Entspannen

Auch beim Ausspülen ist es nun durchaus wichtig, daß die Haare stets in glatter Form bleiben. Dazu wird das Haar während des Ausspülvorgangs sanft mit einer Bürste durchgekämmt. Bei soviel Streicheleinheiten entspannt nicht nur das Haar sondern die Seele gleich mit. Nachdem alle Cremerückstände aus dem Haar ausgespült sind, drücke ich nun das überschüssige Wasser mit einem Handtuch aus. Rubbeln und kneten ist natürlich zum trocknen des Haares kein geeignetes Mittel – würden dadurch doch sofort wieder Locken und Wellen entstehen! Das nun noch leicht feuchte Haar teile ich wiederum in die A und B Achse ein. Eine zweite Creme wird nun genauso aufgetragen wie zuvor die aktivierende Creme im zuvor beschriebenen Arbeitsschritt. Während nun auch diese Creme circa 5 Minuten einwirkt kämme ich die Haare erneut streng nach hinten. Nach Ablauf der Einwirkzeit teile ich mir das Haar in 4 Sektionen (Abteilungen) ein und trage eine weitere Creme großzügig auf und lasse diese ins Haar einziehen. Diese Creme hat eine die Struktur fixierende Wirkung, welche das Haar nun in seiner glatten Form halten wird. Das Haar wird weitere 5 Minuten lang glatt gekämmt.

Es wird nun wieder Zeit das Haar auszuspülen. Ich achte wieder darauf, daß Haar in seiner glatten Form zu halten. Bei Bedarf kann durch das Auftragen einer Haarspülung die Schuppenschicht nochmals zusätzlich verschlossen werden. Im Regelfall genügt jedoch die Verwendung einer Haarkur.

Chemische Haarglättung – Wichtige Tipps:

  • das Haar 2 Tage nach der Glättung nicht waschen
  • keine Haargummis verwenden
  • keine Mützen tragen
  • Glatt föhnen (ruhige Struktur)

Im Prinzip ähnelt die chemische Haarglättung durchaus den Arbeitsschritten, welche zum Frisieren einer Dauerwelle nötig sind. Nur das die Haare hier eben statt zu Locken zu glatten Strähnen geformt werden.

Chemische Haarglättung? – Was geschieht im Haar eigentlich?

Zunächst ist das Haar gewaschen und gekämmt worden. Die Keratinstränge mit Ihren Dissufidbrücken sind dabei unverändert geblieben. Durch das auftragen der ersten – der aktivierenden Creme – wird die Schuppenschicht (die äußerste Haarschicht) und die Faserschicht geöffnet. Somit können nun die Inhaltsstoffe der zweiten -der restrukturienden Creme – in das Haar eindringen. Diese lösen einen Großtel der sogenannten Schwefelbrücken und dehnen zusätzlich die Keratinstränge. Durch das Kämmen des Haares ordnen sich die Schwefelbrücken neu an und das Haar erhält seine glatte Form. Die restrukturierende Creme festigt letztlich diese neue Anordnung der Schwefelbrücken. Die Keratinstränge ziehen sich wieder zusammen und die Faserwschicht wird teilweise wieder geschlossen. Mit der dritten – der strukturfixierenden Creme – werden Pflegestoffe (Keratine) eingelagert und die Schuppenschicht zu einbem Großteil geschlossen. Ist das Haar bereits vorher chemisch behandelt worden, beispielsweise bei einer Färbung, Dauerwelle oder Blondierung) ist es schwieriger diese Schuppenschicht wieder zu schließen. Daher sollte nach einer chemischen Haarglättung eventuell eine Haarkur oder eine Spülung die Behandlung abschließen.

 

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